Die Konkordanz Unocchien ist ein überwiegend alpines Reich im Osten Balvlauds. Sie erstreckt sich fast vollständig über die Karuden und ist geprägt von unterirdischen Siedlungen, monumentaler Baukunst und einer stark zünftisch organisierten Gesellschaft. Unocchien gilt als kulturelles und wirtschaftliches Zentrum der zwergischen Welt Balvlauds und nimmt durch seine Lage zwischen Gebirge, Küste und Wüste eine besondere strategische Stellung ein.
Das Reich wird nicht von einem einzelnen Herrscher geführt, sondern von einem kollektiven Staatsorgan, dem Rat der Sieben Ambosse, der die zentralen Zünfte des Landes repräsentiert. Diese Regierungsform wird gemeinhin als Syntechnokratie bezeichnet und stellt die technische, handwerkliche und institutionelle Kompetenz über dynastische oder religiöse Legitimation.

| Amtssprache | Khundrak |
| Hauptstadt | Mondolur |
| Bevölkerung | Zwerge |
| Regierungsform | Syntechnokratie |
| Staatsoberhäupter | keine Angaben |
| Landesfarben | chromsilber, metallisch-grün |
| Kabinette | Rat der sieben Ambosse |
| Instanzen | keine Angaben |
| Einwohnerzahl | 3.689.741 |
| Landesfläche | 157.422,74 km² |
| Gründung | keine Angaben |
| Verwaltungseinheit | Stadt |
Geographie
Unocchien liegt nahezu vollständig innerhalb des Karudosgebirges. Die Karuden bilden dabei nicht nur das landschaftliche Rückgrat des Reiches, sondern zugleich größtenteils dessen natürliche Grenzen. Weite Teile des Landes sind hochalpin, steil und schwer zugänglich. Siedlungen befinden sich fast ausschließlich innerhalb oder direkt an den Bergen.
Eine bedeutende Ausnahme bildet der Eulenforst, ein ausgedehntes Waldgebiet innerhalb der Grenzen Unocchiens, welches hügelig bis bergig ist und eine wichtige Ressource für Holz und bestimmte Pflanzen darstellt. Nach Osten wird das Reich durch die Ostwüste begrenzt, im Westen stößt Unocchien an die Silberne See, die dem Reich trotz fehlender großer Häfen einen indirekten Zugang zu maritimen Handelswegen ermöglicht.
Im Südosten markiert der Strom Sire, der in den Karuden entspringt, eine natürliche Grenze, während Unocchien im Südwesten eine kurze Landgrenze mit Holdingen teilt.
Wichtige Städte
Nahezu alle größeren Städte Unocchiens sind zugleich Festungen. Durch ihre Lage im Berg sind sie von Natur aus stark befestigt, mit massiven Toranlagen, kontrollierten Zugängen und tief gestaffelten Verteidigungsstrukturen.
Mondolur, die Hauptstadt, ist die größte unterirdische Stadt Balvlauds und das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Reiches.
Ornwall liegt im Norden Unocchiens nahe dem Eulenforst und ist für seine Holzversorgung von besonderer Bedeutung. Die Stadt gilt als vergleichsweise untypisch für zwergische Maßstäbe und ist bekannt für ihre große Außenmauer, die teilweise außerhalb des Berges verläuft.
Hal Umbrae ist der frühere Sitz des alten Zwergenreiches und der längst erloschenen Königsfamilie. Heute besitzt die Stadt vor allem kulturelle Bedeutung und ist für ihre Schmuckschmiedekunst bekannt.
Sinhall ist ein zentraler Handels- und Warenumschlagplatz, strategisch günstig zwischen Nord und Süd gelegen. Durch seine vergleichsweise gute Anbindung an Routen zur Silbernen See spielt es auch eine Rolle im Schmuggelwesen.
Oka Mua gilt als das „Tor nach Unocchien“ und ist die erste große Stadt für Reisende aus dem Süden und Westen. Sie ist stark befestigt und stellt einen der wichtigsten militärischen Knotenpunkte des Reiches dar.
Regierung
Die Konkordanz Unocchien wird vom Rat der Sieben Ambosse regiert. Dieses Gremium setzt sich aus den Vertretern der sieben zentralen Zünfte zusammen: Schmiede, Steinmetze, Bergleute, Händler, Rüstungsschmiede, Baumeister und Gelehrte. Alle sieben Vertreter gelten formal als gleichrangig und bilden gemeinsam das Staatsoberhaupt.
Politische Entscheidungen entstehen aus Aushandlung, technischer Expertise und langfristiger Planung. Persönliche Machtansprüche, Erbfolge oder charismatische Herrschaft spielen keine offizielle Rolle. Auf lokaler Ebene verfügen Städte und Zünfte über erhebliche Autonomie, solange sie die Beschlüsse der Konkordanz einhalten.
Sprache
Amtssprache Unocchiens ist Khundrak. Es gehört zur Ralanischen Sprachgruppe, stellt jedoch einen stark eigenständigen Randzweig dar und zählt nicht zu den Ralanischen Sprachen. Die Sprache entwickelte sich früh isoliert im Gebirge und ist stark durch Fachterminologie aus Bergbau, Bauwesen und Zunftorganisation geprägt.
Khundrak gilt als präzise, formalisiert und für Außenstehende schwer zugänglich. In diplomatischen und wirtschaftlichen Kontexten werden häufig Dolmetscher eingesetzt.
Kultur
Die Kultur Unocchiens ist nicht einheitlich. Zwar teilen die Bewohner grundlegende Werte wie handwerkliche Exzellenz, Verlässlichkeit und Respekt vor geleisteter Arbeit, doch unterscheiden sich Mentalität und Lebensgefühl deutlich zwischen Städten und Regionen. Manche Gemeinschaften gelten als traditionsgebunden und feierlich, andere als pragmatisch, effizient oder stark handelsorientiert.
Eine zentrale Rolle spielt die Ahnenverehrung. In vielen Städten existieren Hallen der Erinnerung, in denen bedeutende Verstorbene durch Masken, Inschriften oder Objekte gewürdigt werden. Diese Praxis ist weniger religiös im klassischen Sinne, sondern verbindet kulturelle Tradition mit einem leichten metaphysischen Unterton. Die Erinnerung an frühere Generationen gilt als stabilisierende Kraft und als Teil der kollektiven Identität.
Wirtschaft und Handel
Unocchien ist stark industrialisiert. Bergbau, Metallverarbeitung, Waffen- und Rüstungsherstellung, Baukunst und Schmuckproduktion bilden das wirtschaftliche Fundament. Exporte umfassen vor allem hochwertige Erzeugnisse aus Stahl, Edelmetallen und Stein.
Das Reich ist auf Importe angewiesen, insbesondere auf Nahrung und bestimmte organische Materialien. Die wichtigsten Handelspartner sind Batalla und Holdingen. Über die Silberne See bestehen zudem indirekte Handelskontakte zu den freien Provinzen. Zugang zu internationalen Häfen erhält Unocchien vor allem von Lundenberg, Ebenhall und Jendor.
Diplomatie
Unocchien unterhält enge Beziehungen zu Batalla und Holdingen. Das Verhältnis zu Gordhag ist angespannt und von wirtschaftlicher Konkurrenz sowie kulturellem Misstrauen geprägt. Zu Dalath besteht eine alte Fehde, deren Ursprünge nicht vollständig geklärt sind und die bis heute nachwirkt.
Mit den meisten anderen Reichen Balvlauds pflegt Unocchien neutrale, handelsbasierte Beziehungen.
Militär
Die militärische Doktrin Unocchiens ist defensiv ausgerichtet. Der Schwerpunkt liegt auf Festungsbau, Stellungskrieg und dem Halten strategischer Punkte. Soldaten sind auf schwere Rüstung, Schildwalltaktiken und den Kampf in engen Räumen spezialisiert.
Die Küste an der Silbernen See spielt militärisch eine untergeordnete, aber strategisch relevante Rolle. Sie wird als potenzieller Angriffs- oder Versorgungsfaktor berücksichtigt, ohne den Kern der Verteidigungsstrategie zu bilden.
